VW-Abgasskandal: Was steht im neuen Prozess an?
Der VW-Abgasskandal ist noch lange nicht abgeschlossen, auch wenn er bereits mehr als zehn Jahre zurückliegt. Ein dritter großer Betrugsprozess gegen fünf Angeklagte hat nun vor dem Landgericht Braunschweig begonnen. Im Fokus stehen erneut Manipulationen an VW-Fahrzeugen durch eine spezielle Abschaltsoftware, die auf Prüfständen bessere Abgaswerte vorgaukelte als im realen Betrieb. VW Dieselskandal steht dabei im Mittelpunkt.

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⚠️ Wichtige Details aus der Originalmeldung:
- Telefon: 13746/21
- Aktenzeichen: Az.: 14
- Aktenzeichen: azu
Verkehrs-Info
- Dritter Prozess im VW-Abgasskandal vor dem Landgericht Braunschweig.
- Fünf Angeklagte, darunter ehemalige VW-Mitarbeiter und ein Zulieferer.
- Vorwurf: Beihilfe zum gewerbsmäßigen Betrug durch Abschaltsoftware.
- Mögliche Haftstrafen bei Verurteilung.
Wie Stern berichtet, wird in Braunschweig zum dritten Mal ein Prozess mit mehreren Angeklagten vor einer Strafkammer verhandelt. Betroffen sind fünf ehemalige Mitarbeiter von Volkswagen und einem Zulieferer. Ihnen wird Beihilfe zum gewerbsmäßigen Betrug vorgeworfen. (Lesen Sie auch: Noch ein VW-Dieselprozess: VW-Abgasaffäre ohne Ende -…)
Worum geht es in dem aktuellen Verfahren?
Im Kern geht es wie in den vorherigen Prozessen um die sogenannte Abschaltsoftware. Diese Software sorgte dafür, dass Millionen Fahrzeuge der VW-Marken auf Prüfständen deutlich bessere Abgaswerte aufwiesen als im normalen Fahrbetrieb. Dadurch soll den Käufern ein erheblicher finanzieller Schaden entstanden sein.
Die Angeklagten sollen zwischen November 2006 und September 2015 an der Entwicklung der Software beteiligt gewesen sein oder die Entwicklung anderweitig unterstützt haben. Ihnen wird vorgeworfen, das Unternehmen durch die Manipulationen bereichert und selbst durch Gehalts- und Bonuszahlungen profitiert zu haben. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Wie läuft der Prozess ab?
Nach der Verlesung der Anklage, die fast zwei Stunden dauerte, wurde die Öffentlichkeit zunächst ausgeschlossen. Grund dafür waren sogenannte Rechtsgespräche, in denen das komplexe Verfahren erörtert werden sollte. Im Anschluss an diese Gespräche wurde die Öffentlichkeit über die wesentlichen Inhalte und Ergebnisse informiert. (Lesen Sie auch: Deutschlandcard Eingestellt: Das Ende einer Ära für…)
Was bedeutet das für Autofahrer?
Für betroffene VW-Fahrer bedeutet der laufende Prozess vorerst wenig Veränderung. Bereits abgeschlossene Entschädigungsverfahren und Rückrufaktionen bleiben davon unberührt. Allerdings könnte ein Schuldspruch im aktuellen Prozess indirekt Auswirkungen auf laufende oder zukünftige Schadenersatzforderungen haben.
Betroffene VW-Fahrer sollten ihre Ansprüche weiterhin prüfen und gegebenenfalls rechtlichen Rat einholen. Auch wenn der Skandal schon lange zurückliegt, sind Schadenersatzansprüche unter Umständen noch durchsetzbar.
Wie geht es mit dem VW-Dieselskandal weiter?
Der erste Betrugsprozess in Braunschweig endete im Mai 2025 mit Haft- und Bewährungsstrafen für die Angeklagten. Einige der Verurteilten sehen sich jedoch als Bauernopfer. Das Verfahren gegen den ehemaligen VW-Chef Martin Winterkorn ist weiterhin offen. (Lesen Sie auch: Entlastungsprämie: 1000 Euro steuerfrei – bekomme ich…)

Häufig gestellte Fragen
Was genau wird den Angeklagten im aktuellen VW-Dieselskandal Prozess vorgeworfen?
Den fünf Angeklagten, darunter ehemalige VW-Mitarbeiter und ein Zulieferer, wird Beihilfe zum gewerbsmäßigen Betrug vorgeworfen. Sie sollen an der Entwicklung und Unterstützung einer Software beteiligt gewesen sein, die Abgaswerte von VW-Fahrzeugen manipuliert hat. (Lesen Sie auch: Entlastungsprämie 2024: Wer Bekommt die 1000 Euro…)
Welche Strafe droht den Angeklagten bei einer Verurteilung im VW-Dieselskandal?
Im Falle einer Verurteilung drohen den Angeklagten mehrjährige Haftstrafen. Die genaue Höhe der Strafe hängt von der individuellen Schuld und der Beteiligung an den Manipulationen ab.

