Ein Raserdelikt in der Schweiz liegt vor, wenn die zulässige Höchstgeschwindigkeit massiv überschritten wird. Im Kanton Appenzell Ausserrhoden wurde eine 28-jährige Deutsche am Samstag gestoppt, nachdem sie mit 144 km/h in einer 80er-Zone unterwegs war. Ihr Führerausweis wurde beschlagnahmt und die Weiterfahrt untersagt.

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Das ist passiert
- Deutsche Motorradfahrerin in Stein AR gestoppt
- Geschwindigkeit: 144 km/h in einer 80er-Zone
- Führerausweis wurde beschlagnahmt
- Weiterfahrt wurde untersagt
Raserdelikt Schweiz: Was sind die Konsequenzen?
Wer in der Schweiz ein Raserdelikt begeht, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Dazu gehören hohe Geldbußen, der Entzug des Führerausweises für längere Zeit und in besonders schweren Fällen sogar eine Freiheitsstrafe. Die genaue Höhe der Strafe hängt von der Schwere des Vergehens ab.
Der Vorfall im Detail
Wie Blick berichtet, ereignete sich der Vorfall in Stein AR. Die 28-jährige Deutsche war mit ihrem Motorrad unterwegs, als sie von der Polizei kontrolliert wurde. Die Beamten stellten fest, dass sie die zulässige Höchstgeschwindigkeit um 64 km/h überschritten hatte. Dies gilt in der Schweiz als Raserdelikt. (Lesen Sie auch: Türkei – Schweiz: gegen: Nati-Frauen wollen)
Welche Strafen drohen bei einem Raserdelikt in der Schweiz?
Die Strafen für ein Raserdelikt in der Schweiz sind im Strassenverkehrsgesetz (SVG) festgelegt. Gemäss Artikel 90 SVG kann eine Person, die die Höchstgeschwindigkeit grob verletzt, mit einer Freiheitsstrafe bis zu vier Jahren oder einer Geldstrafe bestraft werden. Zusätzlich wird der Führerausweis für mindestens ein Jahr entzogen. In besonders schweren Fällen kann der Führerausweis auch dauerhaft entzogen werden.
Wie wird die Geschwindigkeit gemessen?
Die Polizei verwendet verschiedene Methoden, um die Geschwindigkeit von Fahrzeugen zu messen. Dazu gehören mobile und stationäre Radargeräte sowie Lasermessgeräte. Die gemessene Geschwindigkeit wird anschliessend mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit verglichen, um festzustellen, ob ein Geschwindigkeitsverstoss vorliegt. Bei gravierenden Überschreitungen wird ein Raserdelikt angenommen.
Prävention von Raserdelikten
Um Raserdelikte zu verhindern, setzt die Polizei auf verschiedene Massnahmen. Dazu gehören verstärkte Geschwindigkeitskontrollen, Aufklärungskampagnen und die Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmer für die Gefahren von überhöhter Geschwindigkeit. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Risiken zu schärfen und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Die Schweizer Regierung setzt sich ebenfalls für die Erhöhung der Verkehrssicherheit ein. (Lesen Sie auch: Türkei – Schweiz: gegen: Nati-Frauen wollen)
Raserdelikte sind kein Kavaliersdelikt. Sie gefährden nicht nur den Raser selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen ist daher von grösster Bedeutung.
Wie geht es weiter?
Nach der Beschlagnahmung des Führerausweises wird die Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren gegen die deutsche Motorradfahrerin einleiten. In diesem Verfahren wird geprüft, ob die Voraussetzungen für ein Raserdelikt erfüllt sind und welche Strafe angemessen ist. Bis zum Abschluss des Verfahrens darf die Frau in der Schweiz kein Motorfahrzeug mehr führen. Die Bundespolizei fedpol arbeitet eng mit den kantonalen Behörden zusammen, um solche Fälle zu verfolgen.
Häufig gestellte Fragen
Was genau gilt in der Schweiz als Raserdelikt?
Ein Raserdelikt liegt vor, wenn die zulässige Höchstgeschwindigkeit innerorts um 50 km/h, ausserorts um 60 km/h oder auf Autobahnen um 80 km/h überschritten wird. Die genauen Bestimmungen sind im Strassenverkehrsgesetz (SVG) geregelt.
Welche Rolle spielt die Nationalität des Rasers bei der Strafzumessung?
Die Nationalität des Rasers hat grundsätzlich keinen direkten Einfluss auf die Strafzumessung. Allerdings kann es bei ausländischen Staatsangehörigen zu zusätzlichen administrativen Massnahmen kommen, wie beispielsweise einem Einreiseverbot in die Schweiz. (Lesen Sie auch: TikTok Raser Schweiz: 283 KM/H – droht…)
Kann man ein Raserdelikt anfechten?
Ja, gegen ein Urteil wegen eines Raserdelikts kann man Rechtsmittel einlegen. Es ist ratsam, sich in diesem Fall von einem Anwalt beraten zu lassen, um die Erfolgsaussichten einer Anfechtung zu prüfen und die notwendigen Schritte einzuleiten.
Wie lange dauert es, bis ein Raserdelikt verjährt ist?
Die Verjährungsfrist für ein Raserdelikt beträgt in der Regel fünf Jahre. Die Verjährung kann jedoch durch verschiedene Handlungen, wie beispielsweise die Einleitung eines Strafverfahrens, unterbrochen werden.
Gibt es Unterschiede bei den Strafen für Raserdelikte zwischen den verschiedenen Kantonen?
Die grundlegenden Strafbestimmungen für Raserdelikte sind im Bundesrecht festgelegt und gelten somit in allen Kantonen. Allerdings können die Kantone bei der konkreten Strafzumessung gewisse Unterschiede aufweisen, beispielsweise bei der Höhe der Geldbusse.







